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Wie soll er leuchten, der Fisch? Rot? Grün? Oder wie wär’s mit einem kräftigen Orange?
Schon in wenigen Monaten wird der Liebhaber von Zierfischen in Taiwan die Farbe und womöglich auch die Fischart seines neuen Lieblings frei wählen können. Derzeit ist noch der Prototyp auf dem Markt: Ein Zebrafisch, der dank eines Quallen-Gens halb rot, halb grün leuchtet.
In den USA hat man ebenfalls einen Zebra-Fisch genommen und ihm ein See-Anemonen-Gen eingesetzt, das den Fisch in ähnlicher Weise zum Leuchten bringt. Nur der Bundesstaat Kalifornien genehmigte den Verkauf nicht.
In Asien ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Einfuhr nach Japan oder Singapur gestattet wird. Derzeit werden die Sensations-Fische noch in Scharen geschmuggelt. Dabei ist es noch völlig unklar, welche Auswirkungen es hätte, wenn eines der Fischlein in die freie Natur entkäme und sich dort fortpflanzte – oder gefressen wird. Angeblich sind die Leucht-Fische zwar sterilisiert – doch die bei Fischen üblichen Methoden der Sterilisierung funktionieren nicht zu 100 Prozent.
Der Konzern, der in Taiwan die ersten leuchtenden Fische »herstellt«, erzielt bei einem Stückpreis von 15 Euro einen monatlichen Gewinn von über einer Million Euro. In einer Mischung aus Profitgier, Fahrlässigkeit und tiefer Missachtung der Schöpfung schüttet der Mensch die nächste Büchse der Pandora aus.
Was würden wir Menschen sagen, wenn man uns z.B. als Party-Gag ein Gen einsetzte, das uns zum Leuchten bringt?

aus der Zeitschrift
»Das Friedensreich«
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