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Je intensiver die Landwirtschaft betrieben wird, desto rascher sterben Vögel aus. Diesen Zusammenhang beobachteten europäische Vogelkundler in einer Studie (www.birdlife.org).
Auch häufige Vogelarten wie Lerche, Kiebitz oder Grauammer gingen in den letzten Jahrzehnten zurück, am stärksten im Nordwesten Europas – genau dort, wo die intensivste Landwirtschaft betrieben wird. Die Ornithologen machen sich Sorgen, dass derselbe Trend auch in den zukünftigen EU-Mitgliedsstaaten um sich greifen könnte, etwa in Polen, wo bisher noch eine sehr reichhaltige Tierwelt zu beobachten ist. Die Experten fordern konkrete Schutzmaßnahmen.
Auch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) kommt zu einem ähnlichen Ergebnis, wenn er feststellt, dass die Mehrzahl der heimischen Feldvögel vom Aussterben bedroht ist. Als wichtigster Grund hierfür wird wiederum die intensive Landwirtschaft genannt: Vögel, die auf Äckern brüten oder dort ihre Nahrung suchen, leiden unter dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und fehlender Pflanzenvielfalt. Wo Feldgehölze und Streuobstwiesen beseitigt, Wiesen trockengelegt oder intensiv gemäht werden, dort verlieren diese Vögel ihren Lebensraum.Die beste Schutzmaßnahme ist der Verbraucher, der mit seinem Kauf jene Landwirte unterstützt, die Lebensräume erhalten und neu schaffen, statt sie zu beseitigen.

aus der Zeitschrift
»Das Friedensreich«
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