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Wasser war schon immer etwas Besonderes. Es scheint mühelos die Gesetze der Naturwissenschaft außer Kraft zu setzen. Und ein »Gedächtnis«
soll es auch noch haben ...
»Wenn das wahr wäre, müssten die Gesetze der Physik umgekrempelt werden.« Dieser Stoßseufzer stammt aus dem Munde des emeritierten Physikprofessors Martin Lambeck (Berlin), den man mit den Forschungsergebnissen von Bernd Kröplin, Leiter des Instituts für Statik und Dynamik der Luft- und Raumkonstruktionen der Uni Stuttgart, konfrontiert hatte. Kröplin zieht derzeit mit einer Ausstellung durch die Lande, in der geheimnisvolle Fotografien zu bestaunen sind. Dabei handelt es sich »nur« um Blut- oder Speichelproben von verschiedenen Versuchspersonen oder um Wassertropfen, die sie bei verschiedenen Gelegenheiten auf Glasplatten tropfen ließen. Unter dem Mikroskop betrachtet ergeben sie ganz unterschiedliche Strukturen. Kröplin verglich z.B. Speichelproben ein und desselben Menschen kurz vor und kurz nach einem Handy-Telefonat. Der Unterschied ist frappierend.
Wasser – Spiegel der Gefühle?
Kröplin legt Wert auf die Feststellung, dass er noch keine wissenschaftlichen Hypothesen oder gar Beweise vorlegen kann, dass er vielmehr zunächst »Phänomene beobachtet«. Er wolle auf diese Weise Anhaltspunkte zur Beantwortung der Frage liefern, ob Wasser tatsächlich ein »Gedächtnis« habe, wie dies, auch von verschiedenen Wissenschaftlern, immer wieder behauptet wird (Das Friedensreich 10/01). »In Reihenuntersuchungen zeigte ein und dasselbe Wasser, das von verschiedenen Personen aufgetropft wurde, jeweils unterschiedliche Strukturen«, so Kröplin. Sogar der emotionale und psychische Zustand des Experimentators werde vom Wasser aufgenommen (Berliner Tagesspiegel, 2.1.04).
Gerade diese rasche Veränderung macht solche Versuche aber kaum wiederholbar – und damit wird die wissenschaftliche Beweiskraft stark eingeschränkt. Ist es wirklich das Handytelefonat oder der psychische Zustand des Experimentators, der den Tropfen verändert hat, so wenden die Kritiker ein – oder waren es nicht z.B. zufällige Beimengungen des Wassers oder andere äußere Faktoren, die wir noch nicht kennen?
Vielleicht reagiert Wasser ja tatsächlich so rasch und so »sensibel« auf so viele äußere Einflüsse, dass sein phänomenales »Gedächtnis« eine streng wissenschaftliche Erforschung erst recht erschwert. Ein Mensch ist schließlich auch nicht in der Lage, alle Gedanken und Gefühle, die ihm in wenigen Sekunden durch den Kopf schießen, zu erfassen. Ähnlich schwierig dürfte es sein, die vielen »Eindrücke« zu messen, die ein Wassertropfen aus seiner Umwelt aufnimmt.
Träger des Lebens
Auch der Laborleiter Andreas Schulz untersucht, wie Wasser die ständig wechselnden Einflüsse der Umgebung widerspiegelt.
Den vollständigen Artikel finden Sie in der Zeitschrift "Das Friedensreich"

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»Das Friedensreich«
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