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Aus urchristlicher Sicht - Nachrichten und Kommentare zum Tagesgeschehen

Immer mehr Tierseuchen


Schon mal was von der »Blauzungenkrankheit« gehört? Oder von Leukämie bei Kühen? Eigentlich verwunderlich, dass man im deutschsprachigen Raum kaum etwas hört von massiven Tierseuchen in benachbarten Ländern ...

Die »Blauzungenkrankheit« (lingua blu) oder bösartiges Erkältungsfieber hat in Italien bereits ganze Herden dahingerafft. Die Seuche wird von Insekten übertragen. Die Behörden haben Impfungen angeordnet, denen viele Landwirte aber nur unter Protest oder gar nicht nachkommen, weil, wie sie behaupten, die geimpften Tiere die Krankheit teilweise erst recht weitergeben und sogar Rinder anstecken.

Leukämie bei Rindern ist in Polen, vor allem im Süden und Osten, weit verbreitet. Angeblich ist sie mit der menschlichen Leukämie nicht verwandt. Die Krankheit kann allerdings eine sehr lange Inkubationszeit haben, so dass man nicht weiß, welche Wirkungen den Menschen treffen können. Nach Berichten polnischer Zeitungen versuchen viele Landwirte, befallene Kühe noch schnell zu verkaufen. Vorkehrungen gegen die Seuche wie Desinfektionen, Untersuchungen usw. können sich viele nicht leisten. Das Fleisch und die Milch Hunderter befallener Kühe gelangte offenbar längst in die Mägen der Verbraucher, darunter auch vieler Kinder.

Sind die Tiere »schuld«?

Ähnliches gilt auch für den Rinderwahnsinn in den USA, wo »verdächtige« Rinder eher rasch geschlachtet als genauer untersucht werden. Dennoch ist klar, dass BSE auch den amerikanischen Kontinent längst erreicht hat. Und weil der Mensch den Missbrauch der Tiere nicht lassen will, ist in China erneut SARS ausgebrochen, offenbar in einer gegenüber dem vergangenen Winter bereits veränderten Version. Möglicherweise hat sich ein Virus aus dem weiterhin als »Delikatesse« geschätzten Larvenroller (auch »Zibetkatze« genannt) mit einem in Vögeln vorkommenden Erreger vermischt. Solche Viren sind eben mindestens genauso erfindungsreich wie der Mensch beim Quälen und beim gaumenkitzelnden Zubereiten seiner Übernächsten, der Tiere. Statt ihren Bürgern dringend zu empfehlen, keine Wildtiere mehr zu verspeisen, haben die chinesischen Behörden angeordnet, alle bei Züchtern oder Händlern auffindbaren Larvenroller, etwa 10.000 Tiere, zu töten – durch Elektroschocks oder durch Ertränken. Sie sollen jetzt offenbar »schuld« an der Seuche sein. In Wirklichkeit will man in China den Fremdenverkehr nicht gefährden.

Die Weltgesundheitsorganisation hat jedoch bereits gewarnt: Gerade durch die Massentötungen, bei denen viele Menschen mit den Tieren in Berührung kommen, könnte sich der Erreger um so rascher verbreiten. Auch hier könnte also bald der Satz Bestätigung finden: »Der Mord an den Tieren ist der Tod der Menschen.«*

In dem trügerischen Glauben, sich dadurch schützen zu können, »opfert« der Mensch die unschuldigen Tiere gleichsam wie archa-ische Tieropfer auf dem Altar seiner Gaumenlust. Das gilt auch für die Vogelgrippe, die sich derzeit in Korea, Japan, Thailand und Vietnam ausbreitet und an der in Vietnam auch bereits Menschen gestorben sind. Bis zum Zeitpunkt der ersten Todesfälle unter Menschen hörte man in Europa kaum etwas darüber, auch nicht über die von den koreanischen Behörden angeordnete »vorsorgliche« Schlachtung von über einer Million Hühner und Enten. Es handelte sich ja »nur« um Tiere ...

Durch das Prophetische Wort hat Gott, unser Vater, am 27.2.2001 die Menschheit ermahnt, die Tiere nicht mehr zu verzehren (siehe S. 17). Die Wirkungen auf die Ursachen des Menschen sind offenbar auf vielfältige Weise im Anmarsch.

* »Der Mord an den Tieren ist der Tod der Menschen«, kostenlose Schrift aus der Reihe »Der Prophet«, Nr. 16, zu bestellen bei Verlag DAS WORT, Tel. 09391/504-135

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